Nachhaltigkeit wichtiger als Verfahrensart

Die Vielzahl an Folgeinsolvenzen weckt Zweifel an der Nachhaltigkeit von Sanierungslösungen in Deutschland. Die Insolvenzordnung fördert – unabhängig von der Verfahrensart – kurzfristige Sanierungserfolge. Ob das für die Beteiligten und gesamtwirtschaftlich sinnvoll ist, erscheint fraglich.

Nur ein kleiner Ausschnitt aus der Fachpresse der letzen Wochen und Monate: „Fuchs-Brot erneut insolvent“„Nordseewerke in Emden sind erneut insolvent“„Großbäckerei Frischback erneut insolvent“„Wellemöbel erneut insolvent“„SHW – Gießerei in Königsbronn erneut insolvent“„Schneidermanufaktur Regent erneut insolvent“„Siegburger Konditorei Fassbender erneut insolvent“„Traditions-Wäscherei in Weißenfels erneut insolvent“…weitere Beispiel siehe auf www.insolvenz-portal.de.

Die Gründe sind einzelfallabhängig vielfältig. In der Regel ist keinem der Beteiligten ein Vorwurf zu machen. Es stellt sich aber die Frage, ob die Insolvenzordnung nicht Fehlanreize setzt, welche dem Ziel einer nachhaltigen Sanierungskultur zuwiderlaufen.