Wenn Gesellschaft und Gesellschafter gleichzeitig in Insolvenz fallen…

Erscheinungsformen, Rechtsfolgen und Gestaltungsspielräume sog. Simultaninsolvenzen

Die gleichzeitige Insolvenz von Gesellschaft und Gesellschaftern (Simultaninsolvenz) bei der Personengesellschaft stellt die Praxis immer wieder vor besondere Herausforderungen. Bei exakter Berücksichtigung der Rechtsform der Gesellschaft und den gesellschaftsvertraglichen Regelungen lässt sich die Rechtslage auf Grundlage der zwischenzeitlich vorliegenden höchstrichterlichen Rechtsprechung mehr oder weniger sicher feststellen. Das gilt auch für die Fälle der liquidationslosen Vollbeendigung der Gesellschaft bei insolvenzbedingtem Ausscheiden des vorletzten Gesellschafters. Welchem Gesellschaftervermögen in diesem Fall das Gesellschaftsvermögen anwächst, hängt im Einzelfall von eher zufälligen Tatsachenverläufen ab. Dadurch eröffnen sich den Verfahrensbeteiligten insbesondere im Eröffnungsverfahren Gestaltungsspielräume, die im Sinne der bestmöglichen Gläubigerbefriedigung genutzt werden sollten.

Ausführlicher Beitrag in NWB 48/2018 S. 3540 und Kurzfassung in NWB direkt 48/2018 S. 1201